Samstag, 30. Juni 2007
Discovery Institute
Wikipedia schreibt über diese Einrichtung folgendes:
Das Discovery Institute ist eine christlich-konservative Denkfabrik, die als gemeinnützige Bildungsstiftung organisiert und in Seattle, Washington, USA angesiedelt ist. Sie gilt als Knotenpunkt der vom christlichen Fundamentalismus verbreiteten Lehre des Kreationismus (auch Intelligent Design genannt).
http://www.discovery.org/csc/
Also da habe ich mich ein bisschen umgesehen und habe einige interessante Artikel gefunden:
http://www.discovery.org/csc/topQuestions.php#questionsAboutCriticismOfDarwinianEvolution
Hier kann man mal lesen, wie eine fundamentalistische Organisation ihre Grundsätze erklärt rechtfertigt.
Auffällig finde ich, dass sich dieser Artikel sehr oft auf Artikel bezieht, die in einer anerkannten Zeitung erschienen sind. Es scheint so, als ob das Discovery Institute sich dadurch versucht zu legitimieren und den negativen Ruf als fundamentalistische Organsisation abzustreifen.
In dem Artikel heißt es zum Beispiel auch:
Discovery Institute is not a creationist organization, and it does not favor including either creationism or the Bible in biology textbooks or science classes.
Kreationismus und Intelligent Design ist so gut wie das selbe. Die Organisation will sich vom Kreationismus distanzieren, da dieser in der Gesellschaft sehr negativ angesehen ist. Sie versuchen also mit einer neu benannten Lehre Mitglieder zu gewinnen und in der Gesellschaft nicht als fundamentalistische Organisation zu gelten.
Außerdem unterstützen sie Lehrer, die die Lehre von Intelligent Design lehren.
Die Ansichten der Organisation werden nur sehr versteckt und abgemildert erwähnt.
Wenn man sich dafür interessiert, wie eine fundamentalistische Organisation ihre Grundsätze erklärt, dann sollte er sich diese Seite durchlesen. Aber kritisch!!! Die Organisation ist nicht zu 100% so, wie sie hier scheint.
Interessant ist auch noch dieser Artikel: http://www.discovery.org/csc/aboutCSC.php
Hier wird ausdrücklich gesagt, dass das Discovery Institute Intelligent Design unterstützt.
Außerdem habe ich nach Beurteilungen des Discovery Institutes gesucht, habe aber leider nichts wirklich interessantes gefunden. Es wurde aber immer wieder erwähnt, dass dieses "Institut" das Zentrum der fundamentalistischen Idee ist.
Ich kann wirklich empfehlen, sich auf diesen Seiten mal umzugucken.
Liebe Grüße Antonia
Donnerstag, 7. Juni 2007
Missionswerk Mitternachtsruf
Das Missionswerk Mitternachtsruf ist eine davon.
Die Mitglieder glauben an ein baldiges Weltende und versuchen mit entsprechenden Prognosen und Voraussagungen möglichst viele Mitglieder anzuwerben, bzw. Menschen zu bekehren. Allerdings schon seit Jahren. ;)
Mehr über das Missionswerk Mitternachtsruf hier:
http://www.relinfo.ch/mitternachtsruf/kurz.html
Dienstag, 5. Juni 2007
Kreationismus
http://www.karl-leisner-jugend.de/Evolution.htm
Hier wird einfach alles beschrieben, was zu dem Thema Kreationismus dazugehört.
Antonia
Internationale Gemeinden Christi (ICOC)
Auf dieser Seite befindet sich ein Artikel über die Internationalen Gemeinde Christi. Er ist kurz und knapp, aber stichhaltig.
Anders wie die Amischen ist ICOC missi0narisch tätig und spricht vor allem junge und einsame Leute an. Eine Grundlage ist bei dieser hierarisch-organisierten Gruppe der Gehorsam gegenüber dem nächsthöhergestellten Hirten. Jedes Mitglied hat einen Hirten, dem er beichtet und welcher in seinem Leben entscheidend mitspricht (z.B. was Berufs- oder sogar Partnerwahl angeht).
Die Mitglieder stehen auch bei dieser fundamentalistischen Organisation stark unter Druck. Je nach dem wie erfolgreich sie beim Anwerben neuer Mitglieder sind, können sie in der Hierarche von ICOC aufsteigen. Dabei werden sie ständig kontrolliert.
Ledige Mitglieder werden z.B. dazu angehalten in Wohngemeinschaften gleichgeschlechtlicher anderer ICOC-Mitglieder zu ziehen, wo sie der gegenseitigen Kontrolle noch mehr ausgesetzt sind.
Ein anderer Kritikpunkt an dieser Organisation ist, dass ihre vom NT abgeleiteten Lehren den Mitgliedern Aufgaben auferlegen, durch deren komplette Ausführung die Mitglieder allerdings kaum noch Zeit für sich haben. Auch hier wird also mehr wert auf die Eingliederung als Jünger in die Gemeinde gelegt als auf die Individualität des Einzelnen.
Mehr dazu noch unter folgendem Link:
http://www.relinfo.ch/icoc/info.html#regeln
Gruß, Anna
Montag, 4. Juni 2007
Die Amischen
im Emmental um das Ende des 17. Jhdt. rum. Er dachte sehr radikal und meinte ein wahrer Christ müsse die Bescheidenheit in Person sein. Schlichtheit und Bescheidenheit waren für ihn und seine Anhänger das Allerwichtigste. Um sich darin zu üben, sollten die Menschen seiner Meinung nach neue Moden bekämpfen, "weil Moden nur den Hochmut reizen." So verabscheuten die Amischen z.B. Knöpfe an ihrer Kleidung, die zu dieser Zeit sehr modern wurden.
Wer sich nicht an die Anordnungen Amanns hielt wurde verbannt.
Der Verzicht auf die Entfaltung der Individualität des Einzelnen und die Integration in die Gemeinschaft wurden zu Symbolen der Schlichtheit und Bescheidenheit.
Da die Amischen mit ihren radikal-christlichen Vorstellungen nicht überall so gut ankamen, zogen sie nach 1700 in die Neue Welt, wo sie noch heute um Pennsylvania ihr Hauptverbreitungsgebiet haben.
Die Amischen haben keine Kirchen oder Gemeinschaftsräume; sie feiern und beten zu Hause und bei der Arbeit, um die Verbindung von Alltag und Gottesdienst zu demonstrieren.
Es gibt radikale bis liberale Amischen. Die radikalsten halten ihre dreistündigen Gottesdienste in einer altdeutschen Sprache, fahren Pferdekutschen und verzichten immernoch auf Knöpfe. Die Liberalen dagegen lassen einige Neuerungen zu und besitzten beispielsweise elektrisches Licht oder sogar ein Telefon.
Bemerkenswert ist, dass sich die Amischen nicht missionarisch betätigten. Ihre Gemeinschaft vermehrte sich durch Kindersegen. Nach drei Jahrhunderten bringt das allerdings verständlicherweise Innzucht mit sich.
Die Amischen sind keine "Gefahr" für Liberaldenkende oder Anhänger der Evolutionstheorie, so wie andere fundamentalistische Gruppen. Viel mehr sind sie selbst gefährdet, da sie sich mit aller Kraft von der Welt isolieren möchten, was jedoch nicht einfach ist. Oft werden sie nämlich gerade dadurch z.B. zu Touristenattraktionen.
Freitag, 1. Juni 2007
Opus Dei
Vor ein paar Tagen meinte Antonia, Opus Dei könnte auch eine fundamentalistisch geprägte Christenvereinigung sein. Und nach eingehenden Recherchen stellte sich heraus, dass es auch so ist
Zuerst habe ich über Opus Dei allgemein recherchiert. Dabei empfehlen sich die Internetseiten www.wikipedia.de und die Internetseite des Opus Dei in Deutschland (der Link befindet sich auch auf wikipedia). Diese Seiten sind sehr informativ, jedoch muss man auch dazu wissen, dass es fast nicht mehr Informationen über Opus Dei gibt, da sie sehr viel geheim halten und wenig Transparenz zeigen.
Eine weitere Quelle war für mich „Der Schlüssel zum Da-Vinci-Code, Die wahren Hintergründe von „Sakrileg“ (Dan Brown)“ von Sharan Newman. Hier handelt es sich also um ein Buch zum Buch. Newman klärt hier Tatsachen und Fakten, die in „Sakrileg“ im Roman erwähnt, aber nicht weiter erläutert werden. Dazu gehört unter anderem auch Opus Dei. Der Schlüsselsatz für mich war hier:
„In seiner fundamentalistischen Sicht des Christentums sah Escrivá die wichtigste Aufgabe der Frau darin, zu heiraten und eine Familie zu gründen.“
Hiermit konnte ich dann auch mit einer Textstelle belegen, dass auch Opus Dei fundamentalistische Christenansichten vertritt.
Was noch für Fundamentalismus spricht, ist, dass die Sichtweisen hier sehr eng gehalten werden. Außerdem ist Opus Dei sehr konservativ eingestellt, wie auch die christlichen Fundamentalisten in den USA. Sie sind z.B. gegen Geburtenkontrolle und Scheidung.
Zu Opus Dei
Opus Dei ist eine Organisation katholischer Laien und seit 1947 offiziell als eine katholisch-weltliche Institution anerkannt.
Alle Mitglieder sind aufgerufen – auch und gerade in den unscheinbaren Dingen des Alltags – nach Heiligkeit zu streben, also nach der christlichen Verheißung eines Lebens in Fülle.
Opus Dei kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie „Werk Gottes“.
Der heiliggesprochene Hosemaría Escrivá (1902-1075) ist der Gründer des Opus Dei und Verfasser des Regelwerkes Camino (Der Weg) für seine Gefolgsleute. Opus Dei entstand in Spanien in den 30er Jahren, kurz vor dem Spanischen Bürgerkrieg und später dem Zweiten Weltkrieg.
Der Gründer soll sich direkter politischer Einflussnahme zwar entzogen haben, es ist aber interessant, dass er wohl in seinem Buch „Der Weg“ eine Nähe zum Faschismus aufzeigte. Der spanische Katholizismus stand ähnlich wie in anderen Staaten damals autoritären Regierungen nicht ablehnend gegenüber.
Opus Dei wird bisweilen als politisch rechtsgerichtet und konservativ eingestuft.
Es kritisiert die Ideen der Aufklärung und predigt blinden Gehorsam; außerdem übt es sogar wie schon erwähnt Zensuren von Büchern aus. Opus Dei widerspricht also den Prinzipien der sogenannten modernen westlichen Gesellschaft.
Das Opus Dei ist einerseits stark umstritten, andererseits respektvoll anerkannt. Es genießt Wertschätzung und Unterstützung aus vor allem konservativen Kreisen des Vatikans, da diese die Zielsetzung der Organisation, nämlich das Alltagsleben von Christen zu heiligen, schätzen. Man kann aber auch meinen, dass der Respekt des Vatikans gegenüber der Organisation auf deren finanzielle Macht zurückzuführen ist.
Opus Dei wird wegen seiner Vermeidung von Transparenz, z.B. durch die Verheimlichung der Mitgliedschaft, und wegen seiner radikalen Ausrichtung stark kritisiert und zuweilen auch als Sekte bezeichnet.
Weitere Kritikpunkte (auch von ehemaligen Mitgliedern zusammengetragen) sind:
- Absolute Gehorsamspflicht
- Zwanghafte Moral à geistiger Druck
- Nutzen von Freundschaften um Mitglieder anzuwerben
- Zensur verschiedener Literatur (unliebsame theologische oder philosophisch-literarische Schriften)
- Gefährdung der Gesundheit
- Kontrolle
Bekannt geworden ist Opus Dei in unserer Zeit noch mal durch den Film „Sakrileg“ zum Buch, besonders im Bezug auf die Selbstgeiselung der Mitglieder. Tatsächlich wird der Schmerz in „Gottes Werk“ stark verherrlicht und auch für heilig gehalten. Mitglieder des Opus Dei werden deshalb dazu angehalten 2 Stunden täglich einen Bußgürtel zu tragen und sich einmal die Woche zu geißeln. Einige Kritiker meinen, dies sei zur Unterdrückung der „körperlichen Lust“; andere behaupten jedoch es bewirke genau das Gegenteil.
Es ist nicht einfach sich über diese Organisation ein eigenes Bild zu machen, da sie sich mit so viel Geheimnistuerei durch ihr Schweigegelübde oft selbst ungewollt den Anschein einer Sekte gibt.
Fest steht aber, dass ihre Ansichten konservativ und sehr eng gefasst sind. Innerhalb von Opus Dei können die Leiter bei den Mitgliedern überall mitreden,, solange es mit Religion zu tun hat. Opus Dei betont natürlich, dass seine Mitglieder somit ihre Freiheit haben und keiner strengen Kontrolle in jeder Hinsicht unterliegen. Die Frage ist nur, inwieweit man was mit Religion verbindet. Mancheiner verbindet sein ganzes Leben damit; ergo wird sein ganzes Leben von der Organisation bestimmt.
Was auch noch interessant ist, ist, dass Opus Dei Mitglieder in entscheidenden Schlüsselpositionen in allen Bereichen hat: In der Politik sowie an öffentlichen Institutionen, in Medien und auch im Vatikan. Der Einfluss dieser Organisation ist unglaublich groß.
Mittwoch, 30. Mai 2007
Neues Wappentier christlicher Fundamentalisten
http://www.orf.at/051004-91962/91963txt_story.html
"Mit der Dokumentation "Reise der Pinguine" hat der französische Dokumentarfilmer Luc Jacquet eindrucksvoll das Leben der Kaiserpinguine in der unwirtlichen Antarktis in Szene gesetzt. Er sorgte aber gleichzeitig dafür, dass der Pinguin nun für eine handfeste Religionsdebatte in den USA herhalten muss."
Christliche Fundamentalisten sehen in diesem Film, also in dem Leben der Pinguine, ihre Grundwerte und Überzeugungen bestätigt. Die Kaiserpinguine leben in einer eisigen Region. Demnach ist ihr Leben nicht einfach. Sie leben aufopfernd; legen zum Beispiel einen Hunderte von Kilometern langen Marsch zu ihren Balz- und Brutplätzen zurück.
Aber lest am besten selbst. Es lohnt sich!
Lg Antonia